Kinderwunsch2018-06-17T09:47:22+00:00

Kinderwunsch

Betreuung und Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch

Reproduktionsmedizin, Erfüllung des Kinderwunsches

Seit 1997 ist unsere Praxis in der Reproduktionsmedizin tätig und hat 1998 im Labor Viollier das erste „Viollier-Baby“ bis zur Geburt betreut. Unser Anliegen ist die ganzheitliche Abklärung, Betreuung und erfolgreiche Therapie des Kinderwunsches. Dr. med. Andreas Koller und Dr. med. Brigitte Vogel nehmen sich gerne, meist am Ende der Sprechstunde abends, Zeit für Besprechungen zu Abklärung der bisherigen Kinderlosigkeit. Dabei werden Ihnen die Möglichkeiten der Therapie, welche in unserer Praxis durchgeführt werden, erklärt:

  • Geschlechtsverkehrtiming im natürlichen oder sanft stimulierten Zyklus
  • Insemination im natürlichen oder sanft stimulierten Zyklus
  • In vitro Fertilisation (IVF)
  • Intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI)
  • Hodenbiopsie (TESA: Testikuläre Spermaextraktion) bei fehlenden Spermien oder extrem tiefer Spermienzahl im Samenerguss

Wir arbeiten eng mit spezialisierten Urologen, Hormonspezialisten und für spezielle Fälle auch mit ausländischen Zentren zusammen. In unserer Praxis steht Ihnen unsere ganzheitliche, individuelle Behandlung und das gesamte Spektrum der modernen Fortpflanzungsmedizin auf höchstem Niveau zur Verfügung inkl. dem Labor Viollier als erstes zertifiziertes Reproduktionsmedizinlabor der Schweiz.

Jedes sechste Paar bleibt ungewollt kinderlos. Meist finden sich die Ursachen bei Mann und Frau, weshalb es wichtig ist, dass beide Partner für die Abklärungen einbezogen werden. Der Leidensdruck ist gross, da das Kinderkriegen die „natürlichste Sache“ der Welt ist und weil die Kinderlosigkeit in der Gesellschaft und auch bei den Krankenkassen oft keinen Krankheitswert hat. Die Paare leiden oft still vor sich hin und häufig kommt es zu einer depressiven Lebensentwicklung und zu Paarkonflikten.

Dank der modernen medizinischen Methoden in Kombination mit der Naturmedizin und der psychologischen Unterstützung kann hier unsere Praxis helfen. Die Basisabklärung bei Mann und Frau ist kurz und effektiv innert 1 Woche möglich (Hormonanalysen, Energiemessungen wie z.B. Elektrosmog, Ultraschall für die Eileiterprüfungen, Spermienuntersuchungen, TCM und vieles mehr).

Das Therapieangebot umfasst die natürlichen und psychologischen Unterstützungen bis hin zur Hightechmedizin mit In-vitro-Fertilisation (oder heute meist ICSI-Therapie). Dabei finden sämtliche Therapien bei uns statt und für die Befruchtung kommen unsere Ärzte in ein hochspezialisiertes Labor, damit Sie den Vorteil der persönlichen Betreuung haben. Der praxiseigene Operationssaal, in dem wir Eier absaugen, wirkt beruhigend und reduziert den Stress im Vergleich zur Therapie im Spital. Mit grosser Freude betreuen wir Sie während der Schwangerschaft und Geburt persönlich weiter.

Gerne können Sie persönlich, telefonisch oder per Mail einen Termin vereinbaren.

Melden Sie sich dazu unter +41 (0)61 765 92 20 oder termine@isisosiris.ch

Dr. med. Andreas Koller
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, speziell Reproduktionsmedizin, Akupunktur, TCM

Leitender Arzt

Dr. med. Brigitte Vogel
Fachärztin FMH

 für Gynäkologie und Geburtshilfe

Die reproduktionsmedizinischen Abklärungen und Behandlungen sind aufwendig und auch teuer. Die Krankenkassen zahlen häufig nur bedingt die Kosten. Die Massnahmen verlangen besondere Anforderungen an die Qualifikation der Ärztinnen und Ärzte und auch an das Labor. Ferner bestehen auch gesetzliche Vorschriften (Reproduktionsmedizingesetz aus dem Jahr 2001). Während der Behandlung sollten Sie sich wohl und gut aufgehoben fühlen. Unser Ziel ist es, Ihnen bei der Verwirklichung Ihres Wunsches nach einem gesunden Kind zu helfen. Sprechen Sie Fragen offen an. Wir wünschen Ihnen einen guten und erfolgreichen Behandlungsverlauf.

Folgende Behandlungsmethoden können zur Verbesserung der Erfolgschance in unserem Zentrum zusätzlich zur Anwendung kommen:
–      Kryokonservierung von Eizellen im Zygoten-Stadium
–      Kryokonservierung von Sperma und Hodengewebe
–      Assisted-Hatching
–      Traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur

Die traditionelle chinesische Medizin hat vor allem die Möglichkeit, den durch Abklärung und Therapie erzeugten Stress zu reduzieren und auch durch die jahrtausend alte Erfahrung die Fruchtbarkeitschancen zu erhöhen. Die Kombination von moderner Reproduktionsmedizin mit der traditionellen chinesischen Medizin ist sehr sinnvoll und muss individuell besprochen werden.

Vor Behandlungsbeginn muss aus gesetzlichen und medizinischen Gründen ein Beratungsgespräch mit dem Paar stattfinden. Alle Schritte und auch die Termine werden besprochen. Bei Unklarheiten oder Unsicherheiten können Sie immer Rücksprache mit Dr. med. Andreas Koller und Dr. med. Brigitte Vogel via Notfallnummer +41 (0)61 261 15 15 nehmen (auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen).

Für den Behandlungsplan wird ein individueller Ablauf erstellt, in dem die Medikamente und auch die Ultraschall- und Hormon-untersuchungen festgelegt werden. Häufig wissen wir auch schon im Voraus, wann der Embryotransfer und die Follikelpunktion (Ei absaugen) stattfindet. Die Follikelpunktion kann mit der Anästhesiebetreuung im Labor Viollier vorgenommen werden. Für die Anästhesie füllen Sie einen speziellen Fragebogen aus. Durch die anästhesiologische Betreuung werden Sie keine Schmerzen verspüren. Der Embryotransfer wird in der Regel 25 Tage nach dem Eiabsaugen durchgeführt. Dieser benötigt keine Anästhesie und ist in der Regel schmerzlos. Danach können Sie sich normal verhalten (wie eine Neuschwangere).

Spätestens bei Beginn der Behandlung muss die Einverständnis-Erklärung (gesetzliche Grundlagen) über medizinische, finanzielle und psychologische Besonderheiten von beiden Partner unterschrieben sein. Wichtig ist auch eine gynäkologische und allgemein medizinische Voruntersuchung im Rahmen der medizinischen Empfehlung.

Für unsere Patienten haben wir einen Parkplatz direkt vor der Praxis oder in der blauen Zone in der Altstadt. Unsere individuelle Betreuung ermöglicht verschiedene Terminarten. Wir werden diese Termine bereits vor der Behandlung festlegen und achten auch auf die berufliche und persönliche Situation (z. B. Follikelmessungen an Randzeiten). In der Regel werden Sie durch Dr. Andreas Koller  und Dr. med. Brigitte Vogel betreut. In Ausnahmefällen im Falle von Stellvertretungen werden wir den Praxispartner bzw. die Praxispartnerin zu gegebener Zeit vorstellen. Für die Paargespräche wird ein grosszügiger Zeitrahmen in der Regel abends am Ende der Sprechstunde gewährt. Wir sind bemüht, die Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Telefonisch sind wir während den Praxisöffnungszeiten am Montag und Donnerstag von 07.45 – 19.00 Uhr, am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 07.45 – 17.00 Uhr und immer am 1. Samstag im Monat von 08.00 – 12.00 Uhr unter 061 765 92 20 erreichbar. Ausserhalb dieser Praxistelefonzeit können Sie uns immer über die Notfallnummer 061 261 15 15 erreichen. Im Falle von Unklarheiten ist es immer wichtig, anzurufen, auch wenn diese Unsicherheit auf einen Sonntag fällt.

Machen Sie während der Behandlung und nach der Therapie keine extremen Sportanstrengungen (z.B. Triathlon), Rauchen Sie nicht und trinken Sie möglichst keinen Alkohol. Falls Sie Medikamente brauchen, fragen Sie immer, ob das entsprechende Produkt sich nicht störend für die Schwangerschaft und das Kind auswirkt.

Vor Beginn einer ICSI oder IVF-Therapie muss ein aktuelles Spermiogramm und auch von beiden Partner eine aktuelle Infektserologie (Hepatitis B und C sowie HIV) vorliegen. Diese Resultate dürfen aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen nicht älter als 3 Monate alt sein.

Obwohl wir sämtliche Therapien anbieten, ist es uns ein Anliegen, mit möglichst einfachen und natürlichen Methoden eine Schwangerschaft zu erreichen. Manchmal reichen schon Tipps für den Geschlechtsverkehr, das Vermeiden von Umweltbelastungen oder eine Korrektur von kleinen Störungen wie Eisenmangel oder Schilddrüsenhormon-Einstellung. Zur Steigerung der Fruchtbarkeit sowie zur Stressverminderung empfehlen wir begleitende Therapien wie chinesische Kräutermedizin, Akupunktur und psycholgische Unterstützung und Begleitung durch unsere Psychologin Catherine Engelhardt. Auch bei diesen alternativen Behandlungsmethoden ist es uns wichtig, dass Sie eine für Sie geeignete Methode anwenden und selbst mitbestimmen können.

Falls keine Schwangerschaft eintritt wird stufenweise vorgegangen:

  • Geschlechtsverkehrtiming
  • Insemination
  • Behandlung einer allfällig vorhandenen Endometriose bis hin zur in vitro Fertilisation
  • intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI) oder
  • TESE/MESA (Hodengewebsentnahme)

Falls eine in vitro Fertilisation (IVF) oder zytoplasmatische Spermainjektion (ICSI) oder MESE/TESA nötig ist, arbeiten wir mit dem Sterilitätslabor von Viollier AG in Basel zusammen. Die Teamleiterin, Frau Véronique Cottin (Tel.: +41 (0)61 317 59 05, gibt Ihnen auf Anfrage gerne einen Termin für einen Rundgang, damit Sie in Ruhe einen Einblick in die Arbeitsweise dieses high Techgebietes der Reproduktionsmedizin Einblick nehmen können.

Hormonelle Stimulation
Für eine Insemination (Einbringen von Spermien in die Eileiter) oder eine IVF/ICSI-Therapie wird häufig eine Stimulation mit täglichen Spritzen unter die Haut empfohlen. Die Präparate enthalten die beiden Hormone LH (luteinsierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Ein- bis zweimal während der ca. zwölftägigen Stimulation wird mittels Ultraschall das Wachstum der Follikelbläschen in den Eierstöcken kontrolliert.

Embryotransfer
Meistens wachsen im Nährmedium Embryonen. Für den Transfer dürfen maximal 3 befruchtete Eizellen in die Gebärmutter übertragen werden. Dieser Embryotransfer erfolgt schmerzlos ohne Narkose mit einem dünnen Katheter. Der Embryotransfer erfolgt immer durch uns persönlich im Speziallabor von Viollier AG in Basel.

Gelbkörperphase 2. Zyklushälfte
Während den 14 Tagen Wartezeit ist es wichtig, dass Sie nicht zu fest angespannt oder innerlich unruhig sind. Sie können sich körperlich wie gewohnt verhalten, sollten aber starke Temperaturerhöhungen oder Kreislaufbelastungen (heisse Bäder, extreme Sportaktivität) vermeiden. Häufig wird nach dem Embryotransfer für die ersten 3 Schwangerschaftsmonate Progesteron und/oder Östrogene gegeben. 1 Woche nach positivem Schwangerschaftstest können wir in einer Ultraschalluntersuchung feststellen, ob die Schwangerschaft gut wächst oder ob es Zwillinge (ca. 10% der Schwangerschaften) sind.

Insemination
Die Insemination wird durchgeführt, wenn die Anzahl oder die Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt sind. Falls weniger als 5% der Spermien normal geformt sind, oder die Gesamtzahl der Spermien unter 1 Million liegt, ist eine Insemination nicht mehr erfolgsversprechend. Die Spermien werden zum vereinbarten Zeitpunkt in der Praxis aufbereitet und danach mit einem weichen Schlauch schmerzlos in die Eileiter gespritzt. Nach 14 Tagen kann dann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. In dieser Phase werden wir die Gelbkörperhormone und Vitamine empfehlen. Obwohl Sie gespannt sind und das Resultat des Schwangerschaftstestes kaum abwarten können, ist Gelassenheit sehr wichtig. Diese lässt sich nicht durch Medikamente verschreiben. Die traditionelle chinesische Medizin und die pyschologische Unterstützung durch Frau Catherine Engelhardt sowie die persönliche Betreuung durch Dr. med. Andreas Koller und Dr. med. Brigitte Vogel geben Ihnen eine wertvolle persönliche Unterstützung.

Wenn die Eileiter geschädigt sind oder eine Endometriose vorliegt sowie auch bei starker Einschränkung der Zeugungsfähigkeit des Mannes wird diese Methode empfohlen. Die Befruchtung erfolgt ausserhalb des Körpers der Frau. Die Ei- und Samenzellen werden in einer Glasschale zusammengeführt. Nach der Befruchtung wird der Embryo oder die Embryonen mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutter zurückgegeben. Die Eierstöcke werden mit der hormonellen Stimulation zur Reifung mehrerer Eizellen angeregt. Dabei ist die Dosierung höher als für eine Insemination. Mit Hilfe des Ultraschalls und einer feinen Nadel werden die Eizellen mit einer leichten Narkose in der Praxis entnommen. Im Labor werden dann die Eizellen aus der Nährflüssigkeit entnommen und mit den Spermien befruchtet. Erfolgsrate „baby take home rate“ liegt bei 20 – 25%.

Die intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI) ist heute die meist angewandte Methode, da sie besonders erfolgreich ist. Mit einem speziellen Mikroskop wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht. Falls überhaupt keine Spermien im Samenerguss vorhanden sind (Samenleiterverschluss, Tumoroperationen) können befruchtungsfähige Spermien im Nebenhoden oder Hoden mittels einer kleinen Gewebeentnahme in oberflächlicher Anästhesie entnommen werden. Dabei finden sich noch in bis zu 75% der Fälle Spermien, welche für eine ICSI-Therapie verwendet werden können.

Die Frauen schätzen es sehr, dass die Eizellentnahme (Follikelpunktion) im vertrauten Praxisrahmen mit dem bekannten Personal stattfindet. Auch die Betreuung im Labor erfolgt individuell und wir können gut auf Ihre persönlichen Probleme und Wünsche eingehen. Eine Stellvertretung ist nur ganz selten in Ausnahmesituationen nötig und wir legen sehr viel Wert auf die persönliche Betreuung und Begleitung. Sämtliche Resultate (die negativen sowie auch die positiven) werden durch uns persönlich mitgeteilt. In speziellen Situationen kann eine psychologische Begleittherapie oder eine Paartherapie sinnvoll sein. Frau Catherine Engelhardt ist in unserer Praxis dafür spezialisiert.

Falls der Kinderwunsch nicht erfüllt werden kann, beraten wir Sie auch gerne über die Möglichkeiten der Spendersamentherapie (heterologe Insemination, AID). Auch das Thema der Adoption kann von Beginn weg miteinbezogen werden, da die Gesetzeslage (2 Jahre Heirat, das Paar darf maximal 38 Jahre älter sein als das adoptierte Kind) sowie die langen Wartefristen das Vorgehen beeinflussen. Oft empfehlen wir bei vorzeitigen Wechseljahren der Frau eine Eizellspende im Ausland, welche meist erfolgreich zur gewünschten Schwangerschaft verhilft.

Falls der vorangegangene Versuch leider nicht zu einer Schwangerschaft geführt hat oder falls Sie sich ein weiteres Kind wünschen, kann mit einem sog. Auftauzyklus (Kryozyklus) ein erneuter Versuch gemacht werden. Der Aufwand für einen Auftauzyklus ist für die Frau wesentlich geringer als ein sog. Frischzyklus. Insbesondere ist keine Hormonstimulation nötig und auch das Eierabsaugen (Follikelpunktion) braucht es nicht. Im Auftauzyklus ist beim Mann überhaupt keine Therapie mehr nötig.

Der Auftauzyklus kann in einem natürlichen Zyklus erfolgen. Dabei wird mit einer Ultraschallkontrolle die Eisprungzeit ermittelt und der Embryo oder die Embryonen 2 Tage später eingesetzt (Embryotransfer). Gemäss einer gossen Untersuchung ist die Schwangerschaftsrate bzw. die baby take home rate beim sog. künstlichen Zyklus mit den natürlichen Hormonen Östrogen und Gelbkörperhormon erhöht. Wegen den besseren Erfolgen empfehlen wir deshalb meistens einen künstlichen Zyklus, in dem die Frau während 2 Wochen Östrogene und nach dem Embryotransfer zusätzlich Gelbkörperhormone bekommt. Bei Eintritt der Schwangerschaft wird die Therapie bis Ende dritter Monat weitergeführt.

Die Erfolge und die Möglichkeiten der modernen reproduktionsmedizinischen Methoden in vitro Fertilisation und ICSI-Therapie sind oft sehr erfolgreich und können auch bei schwerer Einschränkung der Fruchtbarkeit zu einem Kind verhelfen. Wie bei allen medizinischen Methoden besteht aber die Gefahr, dass der Mensch nicht mehr als Ganzes gesehen wird und das die Therapie sehr belastend sein kann (oft ist der psychische Leidensdruck mit den Wartezeiten, der Anspannung und der Enttäuschung grösser als die körperlichen Beschwerden durch die täglichen Spritzen). Seit 1987 beschäftigt sich Dr. med. Andreas Koller mit Akupunktur und Kräutermedizin (TCM) und hat dabei auch viele positive Berichte und Erfahrungen zum Erfüllen des Kinderwunsches mit diesen Methoden. Nach langjähriger Erfahrung und Arbeit mit den Kinderwunschpaaren kommt Dr. med. Andreas Koller immer mehr zum Schluss, dass die Kombination beider Methoden die besten Resultate bezüglich „baby take home rate“ ergibt und dass sich bei einer zusätzlichen Anwendung von Kräutermedizin oder Akupunktur die Behandelten besser fühlen und den Stress der schulmedizinischen Therapie besser ertragen. In einer Studienarbeit 1994 an der Universitäts-Frauenklinik Basel, konnte Dr. med. Andreas Koller bei den Männern Akupunktur anwenden und die Resultate an einem internationalen Kongress vorstellen. Durch das Studium an der Peking Universität mit dem Master Degree-Abschluss für Kräutermedizin hat Dr. med. Andreas Koller regelmässige Kontakte mit den Professoren der Gynäkologie und Andrologie (Männerärzte). Eine grosse Untersuchung aus Peking hat gezeigt, dass bei einer zusätzlichen Kräutertherapie der Männer die „baby take home rate“ bei der ICSI-Therpaie von 35 auf 47% gesteigert werden kann.

Während den Abklärungen und Besprechungen mache ich auf die Möglichkeit der Akupunktur und der chinesischen Kräutermedizin aufmerksam. Bei starken Verspannungen bzw. innerer Unruhe oder Nervosität kann die Entspannungstherapie nach Trager auch sehr sinnvoll sein. Die alternativen Therapien werden in der Praxis angeboten und sind natürlich freiwillig. Durch die Kontroll- und Behandlungstermine bei der IVF/ICSI-Therapie können die Akupunkturtermine häufig kombiniert werden, sodass keine zusätzlichen Konsultationen entstehen. Auch die kräutermedizinischen Verordnung ist für die Patienten kein Mehraufwand bezüglich Konsultationen.

Die Kosten dieser Therapien werden je nach Indikation in der Grund- / oder der Zusatzversicherung von den Krankenkassen bezahlt. Für Menschen mit „Nadelangst“ wird die Akupunktur auch mit den schmerzfreien Laserlichtnadeln angewandt.

Anlässlich des Erstgespräches werden wir Ihnen aufgrund Ihrer speziellen, individuellen Konstellation (Alter, Spermaqualität, Eierstock-reserve und anderes) die Chancen für die sog. Baby take home rate (Geburt einw gesunden Kindes) erklären. Nach dem 40. Lebensjahr der Frau sinken die Chancen und in der Regel behandeln wir nur Frauen bis zum 43. Lebensjahr. Bei speziellen Indikationen kann auch ein sog. Blastozystentransfer durchgeführt werden. Allerdings sehen wir zurzeit keinen überzeugenden Grund generell Blastozystentransfers durchzuführen.

Zur Steigerung der Schwangerschaftsrate, hat sich herausgestellt, dass eine gute Gelbkörperunterstützung wichtig ist. In der Regel geben wir 1 x täglich 1 Gelbkörperscheidengel (Crinone) oder 3 x täglich eine Scheidentablete (Utrogestan 200 mg). Zusätzlich kann es sinnvoll sein, täglich eine Spritze mit Gelbkörperhormon unter die Haut anzuwenden. Anlässlich der Insemination bzw. des Embryotransfers werden wir Ihnen die genauen Instruktionen für die Unterstützung der Gelbkörperphase sowie auch die Medikamente geben.

Bei der Insemination kommt es je nach Spermaqualität und Anzahl der Eizellen kommt es in bis zu 20% der Therapien zu einer Schwangerschaft. Bei der IVF-Therapie liegt die Schwangerschaftsrate etwa bei 25% und bei der ICSI-Therapie etwa bei 35%. Durch die Kombination mit den bekannten fruchtbarkeitsfördernden Methoden der traditionellen chinesischen Medizin kann diese „baby take home rate“ gemäss grossen Studien gesteigert werden (unabhängig von der angewandten Therapie).

Falls es nach 3 Inseminationen nicht zur Schwangerschaft kommt, wird in der Regel eine IVF- oder ICSI-Therapie empfohlen. Falls es nach dem ersten IVF/ICSI-Versuch nicht geklappt hat, werden noch maximal 2 weitere Therapien empfohlen. Wenn alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden, kommt es bei 80% der behandelten Paare zu einem Kind.

Durch innere Verspannung oder einem hohen Erwartungsdruck kann ein Teufelskreislauf entstehen, wo auch die besten Therapien nicht zur erhofften Schwangerschaft führen. Es ist deshalb wichtig, sich während der ganzen Kinderwunschtherapie auch die Möglichkeit eines Lebens ohne Kind in Betracht zu ziehen. Durch Geduld, Gelassenheit und den Versuch, das Ergebnis der Behandlung in jedem Fall zu akzeptieren kann dieser Teufelskreislauf der psychischen Verspannung verhindert werden.

Wichtige Ratschläge während der Therapie
Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und geniessen Sie nur massvoll Alkohol. Das Rauchen sollten Sie reduzieren oder am besten gleich ganz aufhören. Entspannungsübungen und ein guter Schlaf sowie ein erfülltes Sexualleben können sich auch positiv auf einer Schwangerschaft auswirken.

Viele Schwangerschaften enden früh, bevor sie festgestellt werden. Dabei kommt es zu Problemen der Einnistung bzw. bei der komplexen Frühentwicklung des Embryos. Die Schwangerschaftsrate liegt bei einem gesunden Paar bei 25% pro Zyklus. Da die Chancen bei einem Embryotransfer in der gleichen Grössenordnung liegen, werden oft 2 bis 3 befruchtete Eizellen pro Transfer empfohlen.

Hyperstimulationssyndrom (HSS)
Durch die hormonelle Stimulation kann es zu einer Überfunktion der Eierstöcke kommen mit Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum. Bei zunehmenden Bauchschmerzen und einer Zunahme des Bauchumfanges sollten Sie sich deshalb unbedingt in der Praxis melden (auch an Wochenenden oder Feiertagen). In ganzen seltenen Fällen ist ein Spitalaufenthalt nötig (1%).

Körperliche Auswirkungen:
Ganz selten werden in der Literatur Verletzungen von Darm oder Gefässen bei der Eizellentnahme beschrieben. Aus diesem Grund werden Sie nach der Eizellentnahme während 20 – 30 Minuten in der Praxis überwacht und betreut. Bei Operationen am Hoden oder bei der Eizellentnahme kann es selten zu Infekten oder Blutungen kommen. Die Therapie hat kein erhöhtes Krebsrisiko zur Folge. Die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft ist sehr klein und kann bei der Ultraschallkontrolle frühzeitig erfasst und behandelt werden (meist ohne Operation). Das Fehlgeburtrisiko (normalerweise 10 – 15% aller Schwangerschaften) ist bei der in vitro Fertilisation und der ICSI-Therapie nicht erhöht. In Abhängigkeit von der Anzahl transferierter Embryonen kommt es in 10 bis 15% zu Zwillingen. Drillinge kommen in unter 1% vor.

Fehlbildungen beim Kind:
Bei einer normal eingetretenen Schwangerschaft liegt das Fehlbildungsrisiko bei etwa 5% (schwere Missbildungen sind in etwa 1% vorhanden). Dieses Risiko ist bei der IVF oder ICSI-Therapie gleich hoch. Da wir bei der ICSI-Therapie auch Männern mit schweren Spermaveränderungen helfen können, ist ein männlicher Nachkomme oft mit dem gleichen Sterilitätsproblem konfrontiert wie sein Vater.

Mehrlingsschwangerschaften: gemäss den gesetzlichen Vorschriften dürfen wir max. 3 Embryonen transferieren. In der Regel transferieren wir 2 Embronen und auf speziellen Wunsch auch nur 1 Embryo (zum Ausschluss einer Zwillingsschwangerschaft).

Fehlgeburten und  Eierleiter-Schwangerschaften: nach einer ICSI-Behandlung mit Embryotransfer können Eileiter-Schwangerschaften in ca. 3% und Frühgeburten in ca. 15% vorkommen. Die Häufigkeit dieser Ergebnisse ist aber nicht grösser als bei allen anderen Schwangerschaften. Bei positivem Schwangerschaftstest ist eine baldige Kontrolle mit Ultraschalluntersuchung nach 2 bis 3 Wochen sinnvoll.

Beim Eintritt einer Schwangerschaft: in der Regel prüfen wir 2 Wochen nach Embryotransfer das Schwangerschaftshormon im Blut und geben Ihnen am gleichen Tag noch persönlich über das Resultat Auskunft. Sie sollten den Schwangerschaftstest auch dann durchführen, wenn eine schwache Blutung begonnen haben sollte (da eine sog. Einnistungsblutung auch zu einer Blutung führen kann). Wenn ein Schwangerschaftstest positiv ist, werden wir nach 1 Woche mit Ultraschall die Anzahl der Fruchtblasen feststellen können und nach 2 Wochen den ca. 1 bis 2 mm grossen Embryo mit der positiven Herzaktion. In der Regel kontrollieren wir die Schwangerschaft alle 2 Wochen. Bei Unsicherheiten oder Ängsten können Sie sich jederzeit für eine Kontrolluntersuchung melden.

Wir wissen, dass die Kinderwunschbehandlung eine extreme Anspannung verursacht. Aufgrund unserer individuellen und persönlichen Betreuung bemühen wir uns, Ihnen die Behandlung so erträglich wie möglich zu machen. Bitte teilen Sie uns Ihre Sorgen und Fragen immer mit. Schwierig ist vor allem die Zeit zwischen Insemination bzw. Embryotransfer und Schwangerschaftstest. Wir werden Sie jeweils auch persönlich am Tag des Schwangerschaftstestes über das Resultat der Therapie (positiver oder negativer Test) informieren. Während der Behandlung ist es wichtig, den üblichen Lebensrythmus beizubehalten. Stärkere körperliche Belastungen sollten vermieden werden und auf Leistungssport soll verzichtet werden. Es ist sehr wichtig, dass das Rauchen bei Frau und Mann gestoppt wird. Zusätzlich ist eine gesunde Ernährungsweise und auch ausgeglichene Lebensweise mit genügend körperlicher Bewegung wichtig. Bereits zu Therapiebeginn sollte mit einer Folsäure-Prophylaxe bei der Frau begonnen werden, damit die Neuralrohrdefekte (offener Rücken) sowie auch Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und Herzfehler vermieden werden können.

Insemination: Die Inseminationen mit der Hormonstimulation wird nach Einholen einer Kostengutsprache von den Krankenkassen für 3 Zyklen übernommen. Bei Erreichen des 40. Lebensjahres lehnen die Kassen eine Kostenbeteiligung ab.

In vitro Fertilisation: Die Ausgaben für die Behandlung belaufen inkl. Medikamente, Eizellentnahme mit leichter Narkose, Embryotransfer auf CHF 6’000.00 pro Zyklus. Die Behandlung wird von der Krankenkasse nicht bezahlt.

Intrazytoplasmatische Spermainjektion ICSI: Die Kosten für eine ICSI-Behandlung liegen pro Behandlungszyklus bei CHF 7’000.00. Die Therapie wird von der Krankenkasse nicht bezahlt.

Tieffrieren und Auftauzyklus: Das Tieffrieren von überzähligen Embryonen ist im Preis der IVF bzw. ICSI-Therapie inbegriffen. Beim Auftauen und erneutem Einpflanzen von Embryonen müssen Sie mit CHF 1’000.00 rechnen.

Für gewisse Abklärungen und Therapieschritte besteht eine Leistungspflicht der Krankenkasse (z.B. Abstrichkontrollen, gewisse Hormonanalysen). Für eine IVF- oder ICSI-Therapie verlangen wir eine Vorauszahlung von CHF 4’000.00, damit wir mit der Therapie beginnen können. Nach Therapie-Ende wird Ihnen dann eine Rechnung zugestellt, welche die behandlungspflichtigen Leistungen beinhaltet. Diese können Sie dann an die Kasse weiterleiten. Bitte beachten Sie auch, dass die nicht rückvergüteten Kosten, welche Sie selbst tragen, von den Steuern abzugsberechtigt sind. Gerne werden wie Ihnen dazu eine entsprechende Bestätigung ausstellen.